2026-05-06T09:07:41.000Z
Basierend auf einem Artikel von La Provence (Quentin Choquer, Mai 2026).
Uber setzt seinen maritimen Kurs fort. Nach der Einführung seiner Katastrophen auf der Tamise im Jahr 2020 hat der amerikanische Riese Ende April die Ankunft seines Dienstes Uber Boat in rund zwanzig europäische Städte bestätigt — darunter Marseille, Toulon, Nizza und Saint-Tropez. Aber Vorsicht vor Missverständnissen: An der Côte d'Azur wird das Angebot nichts mit den Londoner Katastrophen zu tun haben.
Es ist sinnlos, sich vorzustellen, dass das Fähr- oder Schiffsverkehr der RTM ersetzt wird, um vom Vieux-Port zur Pointe Rouge zu gelangen. Uber Boat France wird keinen Punkt-zu-Punkt-Transport anbieten: Der Dienst positioniert sich klar im Bereich des Privatbootverleihs.
Konkret kann der Nutzer direkt über die Uber-App ein Boot für einen « privaten » Ausflug mit Freunden reservieren. Je nach gewähltem Modell erfolgt die Begleitung entweder durch den Eigentümer selbst oder durch einen zertifizierten Skipper, der die lokalen maritime Vorschriften einhält. Ein Angebot, das an die bereits üblichen Mietpraktiken erinnert, aber durch die Präsenz einer globalen App verstärkt wird.
Was die Kosten betrifft, bleibt Uber vage: Die Preise hängen vom Boot, der Passagierzahl und dem Reservierungsdatum ab. Wie bei einer klassischen Miete sollte man frühzeitig reservieren, auch wenn eine Last-Minute-Buchung theoretisch möglich bleibt. Der Service soll Mitte Juni starten, rechtzeitig zur Hochsaison des Sommers.
Was man daraus mitnehmen sollte: Uber Boat schafft keinen neuen Markt, sondern verbreitet den Markt für Privatbootvermietung durch eine öffentlichkeitswirksame Plattform. Eine erhöhte Sichtbarkeit, die langfristig das Interesse neuer Käufer auf dem Gebrauchtbootmarkt wecken könnte — ein Punkt, den es im Mittelmeerraum im Auge zu behalten gilt.